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Pluderhose

Weltweit suchen junge Modedesigner Modesaison für Modesaison Inspiration bei traditionellen Bekleidungsformen in allen Herren Länder, um sich mit extravaganten Kreationen auf internationaler Ebene einen Namen zu machen und Beachtung zu finden. Diesmal hat man sich von einer Männermode der späten Renaissance, des 16. Jahrhunderts, inspirieren lassen, den Pluderhosen sächsischer Landsknechte. Das mittelhochdeutsche blodem ist das Ausgangswort für Pluderhose. Die damaligen Pluderhosen waren knielang, aus breiten, geschlitzten Stoffstreifen genäht, zwischen denen eine überweite, farbige Futterhose, manchmal aus teurem, kostbarem Material, hervorquoll. Darüber trug der deutsche Patrizier einen pelzbesetzten Kurzmantel, der maximal bis zu den Knien reichte, ein Wams mit Achselwülsten, das an der Hose angeknöpft wurde, eine Halskrause, Spitzenmanschetten, Strümpfe, die innen an die Hosenbeine angenäht waren, absatzlose Schlüpfschuhe und ein Barett.

Pluderhosen sind auch heute noch die Bekleidung für Frauen wie Männer im nahen und fernen Orient und werden wegen ihre Bequemlichkeit, Zweckmäßigkeit und vielfältigen Kombinierbarkeit gerne getragen. Das Salwar Kameez, ein Ensemble aus Hose und Oberhemd, wird in Pakistan und Nordindien getragen. In der Türkei heißt die weite Hose Schalwar und das Oberhemd Cepken. Je nach Jahreszeit ist das Gewand aus Baumwolle, Wolle oder Mischgewebe gefertigt. Frauen verwenden gerne bunte Stoffe und kombinieren einen Dupatta dazu, einen farblich passenden Schal. Die Schnittgestaltung variiert, mal ist die Salwar unten schmal, dann wieder eng geschnitten, mal ist das Kameez, das Oberhemd, lang und weit, dann wieder kurz und eng an den Ärmel geformt.

Im 19. Jahrhundert entdeckte die Amerikanerin Amelie Bloomer die Pluderhosen für sich. Sie kreierte die „Bloomers“, ein Beinkleid, das der emanzipierten, modernen Frau das Fahrrad fahren und das Turnen in schicklicher Weise ermöglichen sollte. Eine extrem weite und lange, an den Knöcheln mit Bändern gebundene Hose wurde unter einem langen Kleid getragen; in Deutschland nannte man sie Pumphose. Diese Pluderhosen wurden von den amerikanischen Frauenrechtlerinnen propagiert, wurden aber vom Großteil der Frauen nicht angenommen und fielen bald in Vergessenheit. Lediglich in Japan griff man diese Modeidee auf und die Bloomers wurden die Vorlage für die Schulsportbekleidung der Mädchen, wobei sie auf Oberschenkellänge gekürzt wurden.

Sie träumen nun von einer Reise in die fernen, orientalischen Länder mit Sitten, Mode und Gebräuche von 1001 Nacht? Dann unterstützen Sie diese Träume mit realen Modellen des neuesten Modetrends, z. B mit: einer ¾ langen, gestreiften Aladinhose mit Schnürgürtel, 2 aufgesetzten Taschen, metallisch glänzenden Knöpfen und Reißverschluss, oder einer langen, eleganten Pluderhose aus Chiffon, mit weit geschnittenem Schoß und einem festen V-förmigen Sattel auf der Bundvorderseite. Die Beinkleider werden um die Knöchel geschnürt getragen, die Hose hat Gürtelband und Schlaufen, 4 aufgesetzten Taschen und einen seitlichen Reißverschluss. Kombinieren Sie die Pluderhosen mit einem engen, einfarbigen Oberteil mit ¾ Ärmeln und einem U-Boot Ausschnitt und Sie liegen voll im Trend und sind sich bewundernder Augen und unverholener Aufmerksamkeit gewiss.